Essence of Bellydance

by Coco

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Essence Teacher Spotlight Afraa Falak

Interview vom 01.12.2016.

Unter dem Künstlernamen „Afraa Falak“ tanze ich, eine geborene Anja Alexandra Bögel (40) aus Nürnberg, 2008 erst in München in der Gruppe und seit 2012 solo in Stralsund an der Ostsee. Seit 2015 unterrichte ich in festen Kursen und Workshops den Orientalischen Tanz mit Schwerpunkt gesunde Technik, basierend auf Essence of Bellydance von Coco. Mein Auftrittstanz ist geprägt vom klassischen Orientalischen Tanz der historischen schwarz-weiß-Filme, beinhaltet aber auch moderne, experimentelle Elemente oder vom Theater inspirierten Ausdruckstanz.

Wie bist du zum Bauchtanz gekommen und was gibt er dir?

Ich begann mit vier Jahren in Nürnberg als viel zu große, dabei kurzbeinige, rosa Ballettmaus mit dem Tanzunterricht. Es folgte Jazztanz als pummeliger Teenager, Gardetanz (Fasching) im adretten Kostüm in der Gruppe und schließlich noch Flamenco in München. Jeder Tanz fordert mich heraus, er lässt mich an meine Grenzen gehen. Manchmal auch mental. Das brauche ich.

Warum hast du dich entschlossen aus dem Tanz eine Karriere zu machen?

Ich habe mich verliebt in den Orientalischen Tanz. Ich sah Tänzerinnen und Lehrerinnen, die dem Orientalischen Tanz Hörner aufsetzten und ihn ohne es zu wollen seiner Faszination beraubten. Er wurde zum Kasperltheater. Mir tat das weh.

Ich respektiere diverse Richtungen des OT, ob Tribal Fusion, ATS, Zigeuner, Fantasy... Alles hat seine Berechtigung. Jedoch Seele und Spaß am Tanz, gesunde Technik und Verständnis für die jeweilige Musik, das Kostüm und die Accessoires sind für mich unabdingbar. Ich entschied, dem Publikum und den nachkommenden Schülerinnen zeigen zu wollen, was OT wirklich sein kann und was er in den Herzen und im Körper zu bewirken imstande ist. Hier sei aber angemerkt: auch ich bilde mich natürlich stetig weiter, ich habe noch lange nicht ausgelernt.

Wie hast du gestartet und was waren die wichtigsten Schritte/Wendepunkte in deiner Tanzkarriere?

Das erste, was mir einfällt, ist der Volkshochschulkurs „Orientalischer Tanz, Anfänger“ und da hatte ich das Glück, mit Claudia Engl eine charismatische Lehrerin zu bekommen, die neben sehr guter Technik auch einen hohen Anspruch an as Gefühl beim Tanz, die Emotionen, kommunizierte. Ich war ab dem Moment einfach Feuer und Flamme für den Orientalischen Tanz.

Stefanie El Shamsa in Freising glaubte ein paar Jahre später, dass ich es schaffen könnte, mit ihrer Gruppe (alles erfahrene Tänzerinnen im Gegensatz zu mir damals) auftreten zu können. Mein Schreck war groß. Wir hatten ein Jahr Zeit, die Choreographien zu lernen – für mich bedeutete das 15 Stunden die Woche zu tanzen und zu üben. Ich wurde unabsichtlich recht dünn, aber am Schluss stand ich erfolgreich auf der Bühne.

Elfriede Sattler, alias Ulfat Sharif, lehrte mich im Privatunterricht, tänzerisch zu improvisieren. Die ganz alte Schule, der klassische Orientalische Tanzes, die Instrumente und Melodien beachtend, die Luft, den Raum und die Erde mit einzubeziehen. Ich tat einen Blick in die Seele des OT und war atemlos.

In Stralsund nun wollte ich gerne unterrichten – aber nicht ohne eine gute Ausbildung! Ich fand Coco in Berlin, die genau in Worte fassen konnte was ich die ganze Zeit immer nur gespürt hatte, die mit einfachen Bewegungen den Unterschied verdeutlichen konnte, wie eine Bewegung aussehen kann oder sollte. Die mir somit das Werkzeug an die Hand geben konnte, meine zukünftigen Schülerinnen so achtsam zu unterrichten, dass diese ganzheitlich in ein gesundes Schwingen kommen, mit Körper und Geist.

Was war bisher der beste Moment in deinem Tanzleben?

Ohje, ich glaube, da kann ich mich nicht entscheiden. Es sind so viele beste Momente... ...als ich realisierte, dass man auch mit Schultershimmy geradeaus laufen kann ...als ich nach meinem ersten Auftritt in Freising diese Rose bekam, auf der Bühne ...die Eröffnung der romantischen Hochzeitsmesse im Schlosshotel Ralswiek auf Rügen ...als ich im Spiegel meine Schülerinnen und mich sah und dachte: Huch! Ich bin ja die Lehrerin, oh mann: ich hab die Verantwortung für Euch – und prompt den nächsten Schritt vergaß. ...wenn meine Schülerinnen stolz auf sich sind und ich es in ihren Augen sehen kann

Gibt es etwas, dass du bereust?

Hm. Nein. Ich habe jetzt wirklich lange darüber nachgedacht. Bereuen würde ich, wenn ich Chancen verpasst hätte, die ich hätte wahrnehmen können. Dem war nicht so.

Was sind deine 3 Tipps für Frauen, die einen ähnlichen Traum verwirklichen wollen?

1. Glaube an Dich. Zweifle an Dir. Verbessere Dich. Immer wieder in der Reihenfolge.
2. Erlaube Dir, Dich zu entwickeln. Sei geduldig.
3. Lebe nicht vom Applaus der anderen, genieße ihn, aber mach Dich nicht abhängig davon.

Wie funktioniert deine Tanz- und Unterrichtskarriere mit deiner Design-Karriere?

Es ist die perfekte Symbiose. Terminlich, körperlich und sozial. Das Tanzen findet vorrangig abends und an den Wochenenden statt, die Grafik tagsüber. Beim Tanzen bewege ich meinen Körper, kann und soll mich strecken, darf große Gesten machen – bei der Grafik starre ich sitzend auf den Computer. Wenn ich tanze bin ich nie alleine, ob Publikum oder Schülerinnen, es findet ein toller, manchmal auch emotionaler Austausch statt – als Grafik Freelancerin habe ich natürlich keine Kollegen und pflege, meist lediglich telefonisch, den Kontakt zu meinen Kunden.

Du hast eine unheimlich positive Einstellung zum Laben, wie machst du das? Kannst du praktische Tipps teilen?

Ich bin fasziniert von der Vielfältigkeit und Komplexität der Welt, sie versetzt mich immer wieder in Staunen und fordert mich heraus, Dinge zu tun, die ich noch nie gemacht habe. Das gefällt mir.

Wir sollten uns bewusst machen, dass wir immer die Wahl haben. „Die Welt dreht sich nicht um Dich“ Dementsprechend geschehen die Dinge nicht, um Dich zu ärgern. Weder der Postbote kommt spät, weil er weiß, dass Du gleich weg musst, noch mault die Kassiererin Dich an, weil Du doof bist. Deine Schwiegermutter ruft nicht an, weil sie weiß, dass Du gerade mit einem Fuß in Deinem Schaumbad stehst und das Auto vor Dir fährt nicht langsam, weil Du hinter ihm bist. Also entscheide Dich doch einfach, nicht immer alles auf Dich zu beziehen. Das entspannt und lässt Raum, die schönen Dinge zu bewundern. Hättest Du das Sonnenblumenfeld denn überhaupt so genau betrachten können, wenn Du nicht so langsam hinter dem trödeligen Auto vor Dir herfahren müsstest?

Genaue Beobachtung der Dinge „Das Gras auf der anderen Seite des Zauns ist immer grüner.“ Wer nicht genau hinsieht, wird leicht neidisch auf den Erfolg der anderen. Scheinbare Lösung: den anderen schlecht machen oder alternativ zu kopieren. Du machst Dich also entweder zum Lügner oder zum Dieb, aus Neid. Widerstehe dem scheinbar einfachen Weg.

Man kann nämlich auch einfach ganz genau hinsehen, wie der Erfolg zustande kam. Wie viel Arbeit steckt dahinter, wie viele neue Ideen? Warum passt die Sache so gut zu der erfolgreichen Person, wer findet die/den/das gut? Was war oder ist womöglich der Preis, den die Person dafür zahlen muss? Und wie würdest Du in der Situation aussehen – auch so gut? Oder passt das vielleicht gar nicht zu Dir? Resümee: Lass Dich inspirieren, aber mache Deine eigenes Ding. Das erspart Dir Frust und Ärger, die Peinlichkeit, stehlen zu müssen und macht Dich stattdessen einzigartig – Du darfst stolz auf Dich sein – Deine eigenen Federn stehen Dir immer noch am besten.

Wie sieht ein normaler Tag in deinem Leben aus?

Immer anders. Jeder Tag steckt voller eigener Herausforderungen und Spontan-Aktionen. Grundsätzlich bekommen aber zu allererst meine Katzen und Kater Frühstück, danach kann ich eine Stunde entweder meditieren oder/und Tanztechnik üben. Zumeist bin ich dann nach einem riesigen Milchkaffee erstmal Grafik Designerin, layoute, telefoniere, entwerfe. Abends (Mo, Di und Mi) beginnen die Kurse für meine Schülerinnen oder es stehen Auftritte an oder ich bereite Unterrichtsstunden vor. Irgendwo dazwischen kümmere ich mich um unseren großen Garten mit all den duftenden Kräutern, bunten Blumen und alten Bäumen – ein wunderbarer Ausgleich. Auch im Dreck wühlen darf mal sein.

Welche 2 Bücher haben dein Leben geprägt?

Buntschatten und Fledermäuse von Axel Brauns

In memoriam von Connie Palmen

Was ist deine Vision für de Zukunft?

Scharen von glücklichen, tiefgründigen, genießerischen, unbeschwerten, selbst-bewussten Frauen allen Alters harmonisch und lustvoll um mein Feuer im Garten tanzend, wenn ich alt und mit langen weißen Haaren meine Geschichten erzähle.

Vielen Dank für das schöne Interview Afraa und die ganzen praktischen Tipps. Du bist eine Inspiration!


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Essence of Bellydance Lehrerin Afraa Falak aus Stralsund
Essence of Bellydance Lehrerin Afraa Falak aus Stralsund (Unterwasser-Fotos by unterwassershooting.net)
Essence of Bellydance Lehrerin Afraa Falak aus Stralsund
Erlaube Dir, Dich zu entwickeln. Sei geduldig.
Essence of Bellydance Lehrerin Afraa Falak aus Stralsund
Ich bin fasziniert von der Vielfältigkeit und Komplexität der Welt
Essence of Bellydance Lehrerin Afraa Falak aus Stralsund
Fotos by imago vere Fotografie